14.03.2007   

Es gibt wunderbare Gedichte über Kinder, wie etwa das von Khalil Gibran, das beginnt: „Eure Kinder sind eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch. Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.“

Gleichzeitig gibt es ganz entsetzliche Lebensgeschichten von Kindern, die von ihren Eltern verkauft, verdingt, misshandelt wurden, aber auch Verbrechen, welche mit dem Segen der Öffentlichkeit an Kindern begangen wurde, Stichwort „Kinder der Landstrasse“. Und es gibt den ganz gewöhnlich falschen Umgang mit Kindern, Vorannahmen, wie etwa, dass Kinder „unfertig“ seien, dass man sie erst zu Menschen machen müsse durch Erziehung, usw.

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08.01.2005   Ist es möglich, zu Jahresbeginn 2005 eine Kolumne zu verfassen, ohne über die Flutkatastrophe zu schreiben? Gerne wollte ich dies, denn manches Kluge, Tiefsinnige, Mitfühlende, ökologisch-ökonomisch und politisch Analysierende war schon zu lesen und zu hören. Alle Kommentatoren versuchen, dem Unfassbaren Ausdruck zu geben, auszusprechen, wofür es eigentlich keine Worte gibt. Kann man anderes tun, als den betroffenen Einheimische und Touristen zuhören, sie mit dem Nötigsten für Leib und Seele zu versorgen suchen? Die Menschen nicht, das Leben schon....
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23.12.2004    Die Einen, von denen die Medien berichten, hasten im Weihnachts- und Geschenkstress, die andern müssen noch vieles im Geschäft, im Verein in der Politik zu Ende bringen – nie ist die Hektik grösser als in den Adventstagen. Viele, zu viele beschleicht auch dieses Jahr die Zukunftsangst. Die Lehrstelle ist noch nicht gefunden, die Kündigung ist definitiv per Ende Jahr, eine neue Anstellung noch nicht in Sicht, wichtige Kunden haben die Verträge fürs neue Jahr nicht mehr oder noch nicht erneuert. Wo die Ruhe hernehmen, damit neue Ideen keimen können, Handlungsalternativen gefunden werden können? Wo die Zuversicht, dass es weitergehen, wieder besser gehen wird?

Rund um Weihnachten gibt es viele wunderschöne Verse, Lieder und Gedichte. Eine Weihnachtsstrophe aus dem englischen Volksgut, ins Deutsche übertragen von Erich Fried lautet:
    „Wieviel Meilen nach Babylon ?
    Siebzig. Wenn`s hoch kommt, noch zehn.
    Kann ich dorthin bei Kerzenlicht ?
    Ja, auch zurück kannst du gehn :
    Wenn deine Fersen flink sind und leicht,
    Kommst du bei Kerzenlicht hin vielleicht.

    Wieviel Meilen nach Bethlehem ?
    Unterm Stern dort das letzte Stück.
    Kann dorthin meine Seele gehn ?
    Ja, und muß nie mehr zurück :
    Wenn dein Glaube und deine Hoffnung reicht,
    Findest du den Weg nach Bethlehem leicht.“
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26.01.2004   Ideen haben es schwer in diesem Land. Jegliche Aussage, die nicht ausgestattet ist mit tausend „wenn und aber und Bedingungen“, wird sofort auf ihre Schwachstellen, auf Umsetzungsprobleme und Umstellungskosten analysiert. Chancen, welche in Veränderungen, in neuen Ansätzen liegen, werden selten kommentiert. Wege, wie es trotz aller Schwierigkeiten eben doch gelingen könnte, werden kaum aufgezeigt.
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23.12.2003   Wenden haben Konjunktur. Auf Trendwenden hoffen wir auf dem Arbeitsmarkt. Endlich soll sich das Blatt bei der Skinationalmannschaft wenden. Die Wende an der Börse sei geschafft, schreiben die Analysten im Jahresrückblick. Wendezeit auch in der Politik. Im Bundesrat ist es zu einer Wende gekommen, auf welche die einen grosse Hoffnungen setzen und von der die andern das Schlimmste befürchten.
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