23.10.2009   Anlass für die Bausanierungs-Initiative der FDP
Energetische Gebäudesanierungen und die Nutzung neuer erneuerbarer Energieträger im Gebäudebereich sind mehr denn je ein Gebot der Stunde.

Absurderweise existieren in der Praxis eine Vielzahl Hürden und Bewilligungsverfahren, welche Gebäudesanierungen verzögern, deren energetische Qualität vermindern oder gar verunmöglichen. Besonders betroffen von bürokratischen Vorschriften sind Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie.

Fakten
45% unseres Endenergieverbrauches fallen in Gebäuden an. Die Schweiz hat den ältesten Gebäudebestand Europas. 1.5 Millionen Häuser in der Schweiz sind energetisch sanierungsbedürftig, Das Erneuerungsdefizit ist erheblich.

Eine Studie im Auftrage des BfE aus dem Jahre 2005 kommt zu folgenden Ergebnissen:

Bei der Erneuerung der Gebäudehülle (Fenster, Fassade und/oder Dach) dominieren ausser beim Fenster Instandsetzungsmassnahmen (Anstrichs- oder Eindeckungserneuerung, Putzausbesserung, etc.), welche keine energetischen Verbesserungen bewirken. Der Anteil von Dach- und Fassadenerneuerungen mit Wärmedämmung schwankt bei den sanierten Gebäuden, die vor 1975 erstellt wurden, zwischen 20% und 55%.

Erfolgreiches Gebäudesanierungsprogramm – ein Tropfen auf den heissen Stein!
Der Erfolg des Gebäudesanierungsprogramms des Kantons Zürich 2009 mit der Sanierung von ca. 1'000 Häusern ist zwar beachtlich, jedoch nur ein Tropfen auf einen buchstäblich immer noch zu heissen Stein.

Gesuche um Fördergelder müssen zahlreichen Kriterien genügen und werden von Fachleuten des Kantons geprüft. Das nimmt 6-8 Wochen in Anspruch. In dieser Zeit dürfen keine der zu subventionierenden Bauten ausgeführt werden. Zusätzlich muss nach geltendem Recht um eine kommunale Baubewilligung nachgesucht werden, was zur absurden Situation führt, dass die Gemeinde nochmals prüft, was der Kanton bereits geprüft hat!
Hürden für neue erneuerbare Energieträger
Solarthermie ist heute technisch ausgereift und ökonomisch je nach Lage des Gebäudes über die Lebensdauer der Anlage auch wirtschaftlich. In jedem Fall tragen Sonnenwärmekollektoren zur Aufbereitung von Warmwasser bei, ja können über den Sommer die Warmwasseraufbereitung vollständig abdecken.

Während bei den Gebäudeisolationen Baubewilligungen in erster Linie und zur Hauptsache zu weiteren Verzögerungen führen, sind sie beim Bau von Sonnenkollektoren oder Solaranlagen als eigentliche Hürdenläufe anzusehen und werden sehr oft nicht erteilt. In Kernzonen sind sie ganz verboten. In andern Zonen werden oft Gründe des Ortsbildschutzes, des Denkmalschutzes, der Beeinträchtigung des Siedlungs- und des Landschaftsbildes oder die Blendwirkung von Solaranlagen auf Dächern angeführt. Solaranlagen unter 35m2 dürfen bewilligungsfrei erstellt werden. Das gilt aber nur, wenn sie vollständig in die Dachfläche eingelassen werden können. Wenn wegen einer ungünstigeren Ausrichtung des Hauses Solarpanels aufgeständert werden müssen, werden kaum Baubewilligungen erteilt.

Oekologie 2.0
Analysiert man näher, wie sich heute die Situation im Umweltschutz präsentiert, stellen wir einen gewaltigen Paragraphenwald fest. Einschränkungen, Vorschriften, Verbote, Gebote, deren Wirkungseffizienz kaum je überprüft wurde. Die Hürdenläufe bis hin zur Realisierung eines Bauvorhabens für Wirtschaft wie Private müssen ein Ende haben. Es muss möglich werden, in einem 100m Sprint innert kürzester Zeit, der guten Absicht Taten folgen zu lassen. Taten die auf Einsicht, Eigenverantwortung und Anreizen in Form vernünftiger steuerlicher Begünstigungen beruhen.

Es ist Zeit für eine Umwelt- und Energiepolitik, die tatsächlich Wirkung erzielt und den Mief von Verzicht ersetzt durch unbürokratische Effizienzsteigerung mit Komfortgewinn. Wir – als Pioniere in Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Landschaftsschutz nennen das Oekologie 2.0. Mehr... Mehr...
top back home
26.04.2007   

Grün und Grünliberal gehen als Sieger aus den Zürcher Kantonsratswahlen hervor. Das künftige Parlament wird farbiger, vielgestaltiger und wegen der Sitzgewinne von EVP und EDU auch stärker religiös geprägt sein als bisher. Damit werden Mehrheiten prekär, der Block links der Mitte ist zerfallen in viele Findlinge und einen arg erodierten gewachsenen Fels namens Sozialdemokratie.

Mehr...
top back home
22.03.2007   

Glaubwürdigkeit ist das Schlüsselwort in der langjährigen Endlos-Debatte um geopolitische Positionierung und nachhaltiges Wachstum des Zürcher Flughafens.

Wie glaubwürdig ist eine Plafonierung von Bewegungen, ob es nun 250'000 oder 320'000 sind, angesichts der Tatsache, dass die Schweiz in den Staatsvertragsverhandlungen mit Deutschland die Forderung nach einer Bewegungseinschränkung stets mit dem Argument zurückwies, es gehe doch um die Lärmimmission und nicht um die Anzahl Bewegungen?

Mehr...
top back home
Blick in den Kantonsratssaal
27.02.2007   

Der Zürcher Kantonsrat wird am 26. März in zweiter Lesung einen Gegenvorschlag zur Volksinitiative „für eine realistische Flughafenpolitik“ beraten. In erster Lesung hat sich eine knappe Mehrheit gegen eine Plafonierung der Bewegungszahl ausgesprochen. Das wirft Fragen auf.

Mehr...
top back home
27.02.2007   

Eine erfolgreiche Klimapolitik vermeidet so konsequent wie immer möglich CO2-Emissionen. An erster Stelle stehen dabei Massnahmen im Bereich der Verbrennungsmotoren, sprich dem Individualverkehr und den Heizungen, aber auch bei der Produktion von Prozesswärme in der Industrie. Die Energieagentur der Wirtschaft wurde geschaffen, um auf freiwilliger Basis die CO2-Ziele bei den Unternehmungen zu erreichen. Dieses Ziel wurde erreicht, die Prozesse optimiert, die Gebäudehüllen besser isoliert, moderne Oel- und Gasheizungen sowie Wärmepumpen eingesetzt.

Mehr...
top back home
27.02.2007   

Eine erfolgreiche Klimapolitik vermeidet so konsequent wie immer möglich CO2-Emissionen. An erster Stelle stehen dabei Massnahmen im Bereich der Verbrennungsmotoren, sprich dem Individualverkehr und den Heizungen, aber auch bei der Produktion von Prozesswärme in der Industrie. Die Energieagentur der Wirtschaft wurde geschaffen, um auf freiwilliger Basis die CO2-Ziele bei den Unternehmungen zu erreichen. Dieses Ziel wurde erreicht, die Prozesse optimiert, die Gebäudehüllen besser isoliert, moderne Oel- und Gasheizungen sowie Wärmepumpen eingesetzt.

Mehr...
top back home
22.02.2007   

Es gibt ein paar unbequeme Wahrheiten rund um den Flughafen Zürich und die Fluglärmproblematik. Dazu gehören:

  1. die vollständige Kanalisierung der Flugbewegungen ist eine Illusion. Rein witterungsbedingt wird es immer An- und Abflüge in alle resp. aus allen Himmelsrichtungen geben.
  2. Der gekröpfte Nordanflug würde die Anzahl von Süd- und Ostanflügen einschränken. Auch nach seiner allfälligen Einführung wird es noch rund 70% der heutigen Süd- und Ostanflüge zu unbequemen Randzeiten gemäss Dringlicher Deutscher Verordnung (DVO) geben.
  3. Dass die DVO innert nützlicher Frist aufgehoben werden wird resp., dass mit den deutschen Nachbarn eine Lösung ohne Süd- und Ostanflüge bzw. Nordstarts gefunden wird, ist höchst unwahrscheinlich.
  4. Bestenfalls kommen wir auf der Basis eines Staatsvertrags zu weniger Einschränkungen von Flugbewegungen im deutschen Luftraum und damit einer teilweisen Entlastung es Südens von Südanflügen und des Nordens von Nordstarts zu den Randzeiten. Südanflüge zur Morgenstunde aber werden bleiben, es sei den, wir verzichten auf Direktflüge in bzw. aus dem Fernen Osten oder Südamerika.

Mehr...
top back home
04.01.2007   

Umweltpolitik werde im Präsidialjahr von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey eine zentrale Rolle einnehmen. Umweltpolitik ist über weite Strecken Energiepolitik. Und da stellt sich imperativ die Frage: Wie hast Du’s insbesondere mit der Klimapolitik und den CO2-Zielen der Schweiz? Man darf gespannt sein, ob Frau Calmy-Rey die in dieser Offenheit überraschende Position des scheidenden Bundespräsidenten Moritz Leuenberger, man müsse die Kernkraft als Option längerfristig offen halten, ebenfalls vertreten will.

Mehr...
top back home
07.12.2006   

Die Nachrichten über gravierende Vorfälle von  Jugendgewalt nehmen kein Ende. Dabei handelt es sich nicht um allgemeines Klagen über die „heutige Jugend“, wie wir dies in den 80er Jahren noch als ein historisch wiederkehrendes Phänomen bis zurück zur Antike feststellen konnten. Die Vorfälle in Steffisburg, Rhäzüns und Zürich-Seebach sind von anderer Tragweite. Hier stehen mühsam errungene Ziele der abendländischen Wertegesellschaft auf dem Spiel.

Mehr...
top back home